Ich bin der Hauptdarsteller


Die TOP TEN „Die wirklich guten Tipps“ (siehe Rubrik Ratschläge) hat mit „Fachliche Hilfe annehmen“ (18,41 %) einen überzeugenden „Sieger“. Ich begrüße das :-)

Voraus geht natürlich bei den meisten die Frage „Schaffe ich das noch alleine?“ und/oder brauche ich „fachliche Hilfe?“

Prüfkriterium (Krankhafte Ängste) könnte sein:

  • Die Angst tritt in objektiv ungefährlichen Situationen auf
  • Die Angstreaktionen halten lange an, sind stark und sorgen für ständiges Grübeln im Sinne von „Was war das?“
  • Die Angstreaktionen behindern meinen unbeschwerten Tagesablauf, beruflich wie privat
  • Ich denke an nichts mehr anderes wie „Schaffe ich den Tag?“
  • Für mich und meine Familienangehörigen ergeben sich viele Einschränkungen durch Vermeidungen
  • Ich suche vermehrt Ausreden
  • Über den Tag verteilt, beherrschen die Ängste meine Gedanke

Prüfkriterium (FachlicheTherapie) könnte sein:

  • Ich bin in einem Kreislauf
  • Ich habe nur noch Stillstände und Rückschritte
  • „Es wird immer schlimmer“
  • Ich habe keine Hoffnung, sehe keine Lösungsmöglichkeiten
  • Bin ich handlungsfähig?

Bereits in einem viel früheren Stadium kann die fachliche Therapie ein wichtiger Baustein der Prävention sein, um es erst gar nicht zu einer psychischen Erkrankung kommen zu lassen.

Angstbewältigung funktioniert nicht auf Knopfdruck. Wenn Sie zum Arzt oder Therapeuten gehen und auffordern „Ich habe da so was Unangenehmes, machen Sie mir das mal schnell weg!“, werden Sie keinen Erfolg haben. Wenn Sie Ihre Ängste bekämpfen und besiegen wollen: Sie bekämpfen dann den wertvollsten und wichtigsten Menschen, den Sie kennen. Sich selbst!

Einfach ausgedrückt, verlangt Angstbewältigung von Ihnen zunächst mal, dass Sie sorgsamer und liebevoller mit sich selbst umgehen. Hilfreich sind (freiwillige) Einstellungsänderungen zum Leben allgemein, die authentisch und konstant gelebt werden wollen. Holen Sie dann in einem zweiten Schritt „Ihre Leichen aus dem Keller“ und gestehen Sie sich Ihre wirklichen Probleme ein, bevor Sie mit der Lösung beginnen. Sind Sie für Sie nicht sichtbar, so kann die fachliche Hilfe wertvolle Hilfestellung leisten.

Doch es geht in diesem Abschnitt nicht nur um das Thema Therapie. Es geht um Sie! Sie sind der Hauptdarsteller! Wenn Sie nicht (mitarbeiten) wollen, wird der beste Therapeut keinen Erfolg haben.

Abgesehen davon, haben Sie einen Eigenanteil an der Gesamttherapie zu erbringen. Davon bin ich fest überzeugt.

Hilfreich können (geistige) Auseinandersetzungen sein mit:

  • Familie/Beziehung
  • Verhältnis zu Eltern, Kindern und Freunden
  • Macht mir mein Beruf so noch Spaß?
  • Wie gehe ich mit mir selbst um?

Wenn Sie dann der geistigen Auseinandersetzung Taten folgen lassen…Super!

Ratsam ist auch, sich die Therapie bildlich gesehen als Fahrschule vorzustellen. Der Fahrlehrer (Therapeut) begleitet Sie und unterstützt Sie bei der Fahrprüfung. Aber irgendwann werden Sie alleine Auto fahren müssen. Deshalb die Polarität annehmen/loslassen beachten!

Es lohnt sich ganz besonders, über diesen Abschnitt „Ich bin der Hauptdarsteller!“ nachzudenken. Ich ermutige Sie dazu!

Copyright © Roland Rosinus